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Tag 51

Es soll weiter gehen. Die Daten für den Rhein-Radweg sind vom Internet ins Navi transferiert. Vier bis fünf Tage am Rhein hoch, immer an den Ufern entlang, mal rechts- mal linksrheinisch, sollten reichen, um Freiburg erreichen zu können. Erfreulich ist die Dichte der verfügbaren Campingplätze. Das sollte also passen und die Schwierigkeiten bei der Platzsuche in der norddeutschen „Pampa“ dürften sich nicht wiederholen.

Start in Krefeld

Von Krefeld rolle ich ran an den Fluss bis zu einer kleinen Fähre, welche mich auf die Düsseldorfer Seite bringt. Gewaltig die dicken Passagier-Brummer, welche beim Flugplatz Düsseldorf-Lohhausen knapp über die Häuserdächer rauschen. Auch cool: Mit dem Fahrrad über die „Kö“, die Königsallee mit den noblen Geschäften und allen namhaften Bankhäusern der Nation. Im Süden von Düsseldorf, schon aus der Stadt raus in Richtung Köln radelnd, kommen die Beschwerden wieder. So wird das nichts. Das ist mir zu riskant und ich schaue, wo sich die nächste Mietstation für die Beschaffung eines Mietwagens befindet. Nach einer online-Reservierung und einer kurzen Anfahrt bekomme ich ein passendes Gefährt, welches ich in Freiburg am gleichen Tag wieder abgeben werde. Klappt alles wunderbar. Fahrrad und Hänger passen rein und ich komme komfortabel rollend zurück nach Freiburg.

Das war’s dann also.

Die geplanten 100 Tage habe ich nicht füllen können. Bin mit den getroffenen Entscheidungen, den Änderungen, dem Kurswechsel, zufrieden. Die 4300 km haben viel Spass gemacht, haben mich auch leiden lassen. Wobei das „Aushalten“, wenn man eigentlich keinen Bock mehr aufs radeln hat, mir von früheren Touren, hauptsächlich knackige Alpentouren mit dem MTB, durchaus vertraut ist. Das hat sehr geholfen. Die Jahrzehnte Erfahrung auf den mit dem Rad durchgeführten Anfahrten zur Arbeit, dies durchgehend im Jahr, waren nützlich bei den Wettern, die ich unterwegs erleben durfte. Die Kommunikation in den besuchten Ländern lässt sich mit Englisch ganz gut bewerkstelligen. Oft eingeschränkt auf das Notwendigste, etwa in Polen, da die Leute dort weniger Englisch beherrschen. Im Baltikum ist es wieder einfacher. In Skandinavien sowieso. Globeradler mit denen ein Austausch, stattfinden konnte, etwa weil wir uns auf dem Campingplatz trafen, davon traf ich drei. Eine Radlergruppe aus New-York war in Schweden unterwegs. Eine andere Gruppe, Rennradler, aus den Niederlanden traf ich in Norddeutschland.

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